Mein Tag auf der #cebit11 – Cloud Computing, Cybersecurity und Serious Games

Hannover (4.03.201) Auf der diesjährigen Cebit in Hannover haben mehr als 500 CIOs internationaler Konzerne die Messe besucht – so viele wie noch nie. 2011 waren mehr als 4.200 Unternehmen aus 70 Ländern beteiligt – darunter auch zahlreiche Firmen, die nach mehrjähriger Pause zur Cebit zurückgekehrt waren. Ein Fokus lag in diesem Jahr zudem auf dem öffentlichen Publikum. Denn die Konsumenten werden inzwischen als entscheidende Treiber für Innovation und Geschäft gesehen. Auch ich habe meinen Besuch auf der Cebit genutzt, um mich über neueste Entwicklungen in der IT zu informieren und das Gespräch mit unterschiedlichen Anbietern zu suchen.

+++09:58 Uhr – Fachgespräch über IT-Sicherheit+++
Der Tag beginnt mit einem Gespräch über IT-Sicherheit am Stand des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V.(ZVEI). Hier habe ich viel über die bestehenden Risiken und Bedrohungen erfahren, denen IT-Sicherheitssysteme in Deutschland ausgesetzt sind. Dieses Thema halte ich für umso wichtiger, als dass demnächst beispielsweise auch Stromnetze über IT-Systeme miteinander verknüpft und gesteuert werden. Der Schutz kritischer Infrastrukturen ist für mich ein wichtiger Aspekt der digitalen Sicherheit in Deutschland. Ich werde mich weiter mit diesem Thema beschäftigen und auch dabei sein, wenn am 29. März die Taskforce IT Sicherheit im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie eingerichtet wird. Denn das Gros der Bedrohungen durch Internetkriminelle kommt nicht durch Staatsregierungen oder Terroristen. Vielmehr ist Wirtschaftsspionage eine Herausforderung. Denn das Haupteinfallstor für Spione sind weniger komplexe Viren oder Botnetze, sondern vielmehr Lücken in der Sicherheit eines Unternehmens.

+++11:14 Uhr – Pressegespräch: Ein Jahr Enquete-Kommission+++
Den Besuch auf der Cebit habe ich auch dazu genutzt, mich zum Gespräch mit Jürgen Kuri, dem stellvertretenden Chefredakteur der Zeitschrift c’t, zu treffen. Unterhalten haben wir uns über die Arbeit in der Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft. Nach einem Jahr ist uns hier ein wichtiger Schritt gelungen. Seit Einsetzung der Kommission setzen sich die Liberalen in der Enquete dafür ein, dass sich die Bürger aktiv am Diskussionsprozess beteiligen können. Denn Bürgerbeteiligung und der enge Kontakt zur Community spielt für uns eine außerordentlich wichtige Rolle. Auf der Plattform demokratie.de können dies Interessierte ab sofort mit Hilfe des Beteiligungs-Tools adhocracy tun. Das ist neu – nicht nur im deutschen Parlament – und eine spannende Entwicklung. Für mich ein großer Schritt Richtung „Demokratie der Zukunft“.

+++11:55 Uhr – Deutschlandradio Kultur: Wortwechsel zum Thema Cybersecurity+++
Weiter geht es zur Debatte in das Studio von Deutschlandradio Kultur. Thema: „Angst vor dem Cyberwar: Muss sich Deutschland vor Angriffen aus dem Netz schützen?“ Mit weiteren Netzpolitikern – Konstantin von Notz (Die Grünen), Reinhard Brandl (CDU) und Jens Seipenbusch (Piratenpartei) –
diskutiere ich, was getan werden kann, um die Sicherheit der Netze in Deutschland zu unterstützen . In der einstündigen Sendung spielt das Abwehrzentrum der Bundesregierung eine zentrale Rolle. Meine Position: Nicht nur die Politik ist gefragt, wenn es um die Sicherheit von so genannten Botnetzen – ferngesteuerte Rechnernetze – geht. Auch von Seiten der Wirtschaft und Privatpersonen muss das Bewusstsein geschärft werden. Denn aus IT-Sicht ist oft auch derjenige ein Problem, der vor dem Computer sitzt. Wenn jeder seinen Rechner optimal schützen würde, würde das Angreifern den Zugang deutlich erschweren.

+++14:12 Uhr – Computerspiele: Bewegung vorm PC+++
Am Stand der electronic Sports League (esl) habe ich mich über die aktuellen Entwicklungen im Bereich E-Sports in Deutschland informiert. Was häufig als Hobby von Einzelgängern dargestellt wird, die an ihren Computern in ihrer eigenen Wohnung spielen, entwickelt sich langsam zu einem immer stärker professionalisierten Wettbewerb mit Turnieren und Mannschaften, die gegeneinander antreten. Und zeigt einmal mehr, dass sich digitale und reale Welt oftmals ergänzen. Das Bild des einsamen, bewegungslosen Computerspielers stimmt oft nicht. Dieses Thema habe ich auch mit der ersten Politker-LAN im Bundestag als einer von drei Initiatoren eingebracht. Mir ist wichtig, dass wir in Zukunft eine sachliche Diskussion um die Nutzung von Computerspielen führen.

+++16:28 Uhr – Geodatenportal: interaktive Landkarte vermisst Bayern+++
Am Stand der Geodateninfrastruktur Bayern habe ich mich über die derzeitige Entwicklung des neuen Geodatenportals in Bayern informiert. Die Geodatenportale stellen interessante Plattformen dar, auf denen amtliche Vermessungsdaten hinterlegt sind. Auch werden darauf Verwaltungsinformationen hinterlegt. Ziel soll eine Kombination vieler verschiedener Informationen auf interaktiven Landkarten sein. Persönlich halte ich dies für ein spannendes Thema, da ich glaube, dass mit dieser Anwendung auch innovative Maßnahmen in der Verwaltungsmodernisierung und Bürgerbeteiligung realisiert werden können.

+++18:12 Uhr – Cloudcomputing+++
Bei meinem Besuch des Standes des Verbands der deutschen Internetwirtschaft e. V (eco) ging es vorrangig um das Thema Cloudcomputing. Diese neue, innovative Art, Rechenleistung und Speicherkapazitäten bereitzustellen, ist für das sehr strenge deutsche Datenschutzrecht eine enorme Herausforderung. Es wird noch viel Arbeit und genaue Überprüfung der Risiken und Chancen nötig sein, um herauszufinden ob und wie sich Cloudcomputing in das deutsche Datenschutzrecht einpassen wird.

+++20:03 Uhr – Verleihung des Serious Games Award +++
Zur Verleihung des Serious Games Award treffe ich mich mit Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium. Zuvor haben wir gemeinsam die Stände von Microsoft, Deutscher Bahn und Alcatel Lucent besucht. Die Auszeichnung des Gewinner-Computerspiels „Winterfest“, ein Analphabeten-Lernadventure des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung hat mir die Bandbreite von interaktiven Spielmöglichkeiten aufgezeigt. Der Award, der unter anderem von dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) e. V. veranstaltet wird, prämiert auch das ZDF aus Mainz mit einem dritten Platz. Das Zweite Deutsche Fernsehen überzeugt mit einer interaktiven Anwendung zur gleichnamigen Terra X-Dokumentation, mit der die Unterwasserwelt wahlweise in 3D erkundet werden kann.

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